Strasbourg

Strasbourg

Vom 17.10. bis 19.10.2016 haben wir eine Städtereise nach Strasbourg gemacht. In einem kleinen Hotel in der Nähe der Altstadt konnten wir für einen schmalen Taler schlafen. Leider funktionierte der Plan, es uns einfach gut gehen zu lassen, nur mittelprächtig.

Strasbourg ist in gewisser Weise eine echte Herausforderung: die Franzosen lieben -wie bekannt- ihre Sprache. Die stetige Weigerung eine andere Sprache zu lernen führt dazu, dass man 1. sich sehr anstrengen muss, um mit 15 Jahre altem Schulfranzösisch durchzukommen und 2. für seine Bemühungen auch noch abschätzig angeschaut, oder teilnahmslos ignoriert wird. Kleiner Tipp, liebe Franzosen: der Durchschnittsdeutsche kann wenigstens zwei, meistens drei Sprachen, in denen er wenigstens ein Bier und eine Brezel bestellen kann. Nur Französisch zu können ist daher keine Leistung, auf die man stolz sein sollte, sondern ein Missstand, den man gerade in einer internationalen Stadt wie Strasbourg beseitigen sollte.

Wer Strasbourg schön erleben möchte, muss sehr sorgfältig planen. Montags haben z.B. die meisten Geschäfte zu – grundsätzlich werden ab 19:00 Uhr die Bordsteine hochgeklappt. Kultur gibt es natürlich nur auf Französisch. Da das Wetter ausgesprochen schlecht war, wollten wir uns in einem Spa aufwärmen. Eigentlich eine schöne Idee, wenn nicht beide Hamam-Bäder Dienstags geschlossen gewesen wären. Außerdem trennen die prüden Franzosen gerne die Geschlechter: im städtischen Hallenbad kann man entweder gemeinsam am gleichen Tag schwimmen; die Saune ist dann aber nur für ein Geschlecht geöffnet. Möchte man hingegen gemeinsam saunieren, ist das Hallenbad nur für ein Geschlecht geöffnet. Man fragt sich unweigerlich: was könnte diese derart bekloppte Planung für einen Grund haben? Wieso möchte man es offenbar mit aller Macht verhindern, dass Männlein und Weiblein sowohl gemeinsam in die Saune gehen, als auch danach im Schwimmbecken gemeinsam planschen können?

Zu guter Letzt muss man wider Erwarten in jedem vernünftigen Restaurant reservieren. Dies funktioniert natürlich nicht online, sondern -wer hätte es gedacht- nur telefonisch auf Französisch. Es ist uns tatsächlich nicht gelungen ein gutes Restaurant zu finden, das auch einen Platz frei hat, sodass wir uns mit Baguette und Käse im Hotelzimmer eingeschlossen haben.

Dass man Frankreich nachsagt, man lege dort sehr viel Wert auf gutes Essen und dieses sei entsprechend auch deutlich teurer, scheint auf uralten Mythen zu beruhen. Zwar ist das Essengehen unglaublich teuer- die Qualität ist jedoch kein bisschen besser als in Deutschland. Man kann an einem Abend gut und gerne über 100€ für durchschnittlichen Geschmack bezahlen. Nicht einmal die hoch gepriesenen Croissants konnten überzeugen.

Für mich steht jedenfalls fest, dass ich Frankreich so schnell nicht wieder besuchen möchte. Es ist teuer, die Leute mitunter sehr hochnäsig, die Qualität nicht überzeugend und die Möglichkeit spontan zu sein liegt bei 0. Immerhin konnten wir unseren Trip ohne Zusatzkosten um einen ganzen Tag reduzieren und stattdessen in Deutschland einen schönen Wellness-Tag verbringen.

Eine eigene Webseite

Obwohl ich seit Jahren aktiv mit Computern und Medien zu tun habe, konnte ich mich nie überwinden eine eigene Webseite einzurichten. Die Idee, sich anderen Menschen mitzuteilen geht immer damit einher, dass vor allem Unternehmen, Regierungen und andere Organisationen Zugriff auf private Daten erhalten. Aus diesem Grund habe ich mich bisher geweigert mit mehr als meinem Namen vertreten zu sein.

Auf der anderen Seite macht es Spaß Andere an den eigenen Erlebnissen teilhaben zu lassen!